30 km/h max: Paris senkt Tempolimit zum Klimaschutz

Stadtbeamte sagen, dass es auch darauf abzielt, Unfälle zu reduzieren und Paris fußgängerfreundlicher zu machen

Kein Zischen mehr am Eiffelturm oder durch das Quartier Latin, ohne die Sehenswürdigkeiten zu verlangsamen: Ab Montag gilt auf fast allen Straßen von Paris die Höchstgeschwindigkeit von nur 30 km/h.

Es ist die neueste Initiative einer Stadt, die versucht, ihre Klimabilanz aufzupolieren und die Beziehung der Menschen zu ihren Fahrzeugen zu verändern. Stadtbeamte sagen, dass es auch darauf abzielt, Unfälle zu reduzieren und Paris fußgängerfreundlicher zu machen.

Autobesitzer sind wütend. Lieferfahrer sagen, dass dies zu längeren Wartezeiten für die Kunden führt. Taxifahrer sagen, dass dies die Preise in die Höhe treibt und das Geschäft beeinträchtigt.

Umfragen deuten jedoch darauf hin, dass die meisten Pariser die Idee unterstützen, insbesondere in der Hoffnung, dass sie die Straßen sicherer und ruhiger macht.

Schon heute bewegen sich Radfahrer in der dicht besiedelten französischen Hauptstadt oft schneller als Autos. Und nur Actionstars wie Tom Cruise in „Mission Impossible“ können auf kurvenreichen, mittelalterlichen Pariser Straßen, die kaum mehr als ein Auto breit sind, realistisch Fahrt aufnehmen.

Die neue Regel sieht Ausnahmen für eine Handvoll breiter Alleen vor, darunter die berühmten Champs-Elysees und die Umgehungsstraße um die historische Hauptstadt.

Unter der sozialistischen Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat die Pariser Stadtregierung bereits den Autoverkehr auf mehreren Straßen eingeschränkt oder verboten und die Zahl der Radwege vervielfacht.

Einige andere französische Städte und Gemeinden haben ebenfalls eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h.

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