Europas Antwort auf eine potenzielle afghanische Flüchtlingskrise

Während Großbritannien sagte, es werde 20.000 Flüchtlinge aufnehmen, wollen viele EU-Staaten Afghanen kein Asyl gewähren.

Nach der Übernahme der afghanischen Regierung durch die Taliban sind viele Afghanen aus dem Land geflohen, um sicherere Lebensräume zu finden. Viele europäische Nationen haben die potenziell ankommende Welle afghanischer Einwanderer an ihre Grenzen erkannt.

Am Dienstag kündigte die britische Regierung die afghanische Umsiedlungs- und Hilfspolitik an. Nach dieser Politik werden insgesamt 20.000 Afghanen in Großbritannien aufgenommen, im ersten Jahr des Programms würden jedoch nur 5.000 Menschen aufgenommen. Das Programm zielt darauf ab, Frauen, Mädchen sowie religiösen und anderen Minderheiten Priorität einzuräumen.

Auf dem europäischen Festland haben Länder wie Deutschland, die Niederlande, Dänemark und Frankreich die Abschiebungen afghanischer Einwanderer gestoppt, wobei Deutschland, die Niederlande und Dänemark ihre entschiedene Haltung zu diesem Thema erst letzte Woche änderten. Deutschland und die Niederlande waren Teil von 6 EU-Ländern, die an die Europäische Union geschrieben haben, um ihnen zu gestatten, die Ausweisung von Afghanen, denen kein Asyl gewährt wurde, fortzusetzen. Österreich, eines dieser sechs Länder, schiebt dagegen weiterhin afghanische Einwanderer aus Österreich ab, denen kein Asyl gewährt wurde. Österreichs Innenminister Karl Nehammer hat in der Regierungsentscheidung seine Verantwortung für die in Österreich lebenden Menschen und das Wohl der Nation deutlich gemacht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montag in einer Pressekonferenz erklärt, wie die Regierung afghanische Länder dabei unterstützen werde, die Umsiedlung afghanischer Flüchtlinge zu erleichtern. Sie erwähnte nicht, dass Deutschland eine Rolle als Gastgeber für diese Flüchtlinge spielen würde, obwohl viele Politiker ihrer Partei und andere rechte Parteien die Idee, dass Deutschland seine Grenzen für flüchtende Afghanen öffnet, ablehnen und eine ähnliche Situation vermeiden, die es 2015 vorfand öffnete seine Grenzen für viele Flüchtlinge aus Syrien.

Frankreichs Präsident Emanuel Macron forderte eine starke Reaktion Europas auf die Migrationsströme nach den Entwicklungen in Afghanistan. Er erklärte, dass Europa die Folgen der Situation in Afghanistan nicht allein bewältigen könne und dass ein irregulärer Migrationsstrom die Menschen gefährden würde, die ihn nutzen und Menschenhandel aller Art ermöglichen würden.

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